So langsam scheinen bei Dirk Nowitzki die Nerven blank zu liegen. Nach der Pleite gegen die Los Angeles Lakers setzte es bei den Utah Jazz mit 110:116 die nächste Schlappe.
Damit kassierten die Dallas Mavericks eine erneute Niederlage gegen ein Spitzenteam. Zuvor hatten sie bereits das Nachsehen gegen die New Orleans Hornets und die San Antonio Spurs.
In Utah ist Nowitzki zudem noch negativ aufgefallen. Der ansonsten so faire Deutsche ließ sich gegen Andrei Kirilenko zu einem bösen Foul hinreißen. Mitte des ersten Viertels “tackelte” der 29-Jährige den Russen beim Versuch eines Korblegers. Er erwischte den Jazz-Star an der Schulter mit der Folge, dass dieser hart auf das Parkett knallte. Kirilenko musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde eine schwere Hüftprellung diagnostiziert.
“Ich habe versucht die Punkte zu verhindern”, erklärte Nowitzki, der für diese Aktion ein unsportliches Foul kassierte, und ergänzte: “Doch es ging so schnell und ich habe ihn an der Schulter umgerissen.”
Für die Jazz-Fans war Nowitzki nach diesem Foul jedoch im wahrsten Sinne des Wortes der Buhmann. Von nun an erntete Nowitzki bei jeder Ballberührung Buh-Rufe und Pfiffe der knapp 20.000 Zuschauer in der EnergySolutions Arena in Salt Lake City.
Die Mavs mussten lange Zeit einem Rückstand hinterherlaufen. Zur Halbzeit lagen sie mit 50:65 hinten. Doch angeführt von Josh Howard, der mit 25 Punkten Topscorer der Mavs war, und Dirk Nowitzk (23 Punkte) verkürzten die Gäste den Rückstand. Im vierten Viertel gingen die Texaner erstmals in Führung, doch die Jazz setzten zu einem 16:0-Run an und sicherten den Erfolg.
“Wir haben einen Weg zurück ins Spiel gefunden und die Führung übernommen”, meinte Dallas’ Coach Avery Johnson. “Aber wieder einmal haben wir es nicht geschafft, das Spiel so nach Hause zu fahren, wie wir es eigentlich müssten.”
Bei den Jazz überzeugten vor allem Deron Williams (17 Punkte, 20 Assists) Carlos Boozer (28 Punkte) und Mehmet Okur (20 Punkte, 12 Rebounds). Utah feierte damit den 16. Heimsieg in Folge!
Die Highlights des Spiels:
Was für ein dramatisches Spitzenspiel! Das Duell zwischen den Los Angeles Lakers gegen die Dallas Mavericks nahm für Dirk Nowitzki jedoch kein Happy End. Am Ende siegten die Kalifornier mit 108:104 gegen die Mavs.
Dabei rettete Nowitzki sein Team mit einem Dreier zwei Sekunden vor der Schlusssirene in die Overtime. Doch in der Verlängerung waren die Lakers das nervenstärkere Team. Vor allem Jason Kidd konnte einem Leid tun, als er Sekunden vor Schluss einen Freiwurf verwarf und die Chance auf einen erneuten Ausgleich vergab.
Bester Akteur auf dem Parkett war erneut Kobe Bryant. Der Lakers-Star sorgte mit 52 Punkten und elf Rebounds quasi im Alleingang für den 42. Saisonsieg. Bei den Mavericks war Nowitzki (30 Punkte/13 Rebounds) mit Abstand bester Mann. Aber auch Jason Terry (18 Punkte) und Kidd (15 Punkte / elf Assists) wussten zu überzeugen.
“Ich war zur Halbzeit wirklich nicht zufrieden mit mir”, sagte Bryant. “Doch dann habe ich mir selbst gesagt, ‘Mach dich locker und verpass ihnen den K.o.’”. Gesagt, getan.
Bryant war in der Crunch-Time Dreh- und Angelpunkt der Lakers und steuerte in der fünfminütigen Verlängerung acht Punkte bei. Die Mavs-Defense fand nie ein probates Mittel, ihn zu stoppen.
“Wir haben Bryant Eins-gegen-Eins verteidigt, dann in die Doppeldeckung genommen. Zum Schluss standen teilweise drei Spieler gegen ihn und trotzdem hat er gepunktet. Keine Verteidigungsstrategie hat gewirkt. Dazu kommt noch die Ausbeute an der Freiwurflinie. Manchmal hat Bryant einfach solche Spiele”, resignierte Dallas-Coach Avery Johnson nach der Partie.
Auch Nowitzki zeigte sich nach der Pleite geknickt. “Diese Niederlage tut weh. In der Schlussphase waren wir richtig drin im Spiel und wir hatten auch unsere Chancen in der Verlängerung. Wir hatten auch gegen San Antonio unsere Chancen und nutzen sie einfach nicht.”
Doch es bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen. In der Nacht zu Dienstag müssen die Mavericks zu den extrem heimstarken Utah Jazz reisen. Vielleicht klappt es dann ja mit einem Sieg gegen ein Spitzenteam.
Hier der Auftritt von Kobe Bryant gegen die Mavs…
Die San Antonio Spurs haben das Spitzenspiel gegen die Dallas Mavericks mit 97:94 für sich entschieden. Mit dem siebten Sieg in Serie hat das Team von Star-Center Tim Duncan den zweiten Platz in der Western Conference gefestigt. Erster bleiben die Los Angeles Lakers, die durch ein souveränen 106:88-Heimsieg gegen die Miami Heat nunmehr ihren zehnten Sieg hintereinander feierten.
Doch zurück zu den Mavs. Die Pleite gegen die Spurs dürfte bei dem einen oder anderen Zuschauer Fragezeichen hinterlassen haben. Denn in der Crunch-Time des Duells verzichtete Coach Avery Johnson aus völlig unerklärlichen Gründen auf Jason Kidd.
Denn ohne ihren Spielmacher verpassten die Mavericks drei Chancen zum Ausgleich. Beim Stande von 94:96 gingen zunächst zwei Würfe von Dirk Nowitzki neben den Korb, dann wurde auch noch Jason Terry von Bruce Bowen geblockt. Die Siegchance war verspielt.
“Das war eine schlechte Entscheidung, weil es keinen Sinn hat, Kidd zu traden, wenn er in der Crunch-Time nicht spielt”, kritisierte Charles Barkley, der das Spiel für den Fernsehsender “TNT” kommentierte.
“Das war dumm”, sagte Barkley. Drei Sekunden vor dem Ende, als der eng bewachte Terry einen Wurf erzwingen musste, “hätte Kidd den Ball womöglich für den siegbringenden Dreier zu Stackhouse in die Ecke gepasst”. Das mag zwar spekulati klingen, aber ganz Unrecht hatte Barkley nicht.
Den Spurs wird es recht gewesen sein. Angeführt von einem überragenden Tim Duncan (31 Punkte, 15 Rebounds) kämpfte sich San Antonio in der zweiten Hälfte nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstand (57:67) zurück ins Spiel.
Dirk Nowitzki nahm seinen Coach nach der Partie jedoch in Schutz: “Wir standen öfter an der Freiwurflinie als die Spurs, also kann ich mich nicht beschweren. In so einem Spiel gleicht sich alles aus”, ergänzte der 29-Jährige. “Wir hatten genug Chancen zum Ausgleich oder auf den Sieg.”
Nowitzki bot für seine Verhältnisse eine durchschnittliche Vorstellung. Der Deutsche schwächelte bei seiner Wurfquote, traf nur fünf von 15, konnte aber standesgemäß von der Freiwurflinie überzeugen. Von 21 Freiwürfen fanden 17 den Weg ins Ziel. Insgesamt verbuchte Nowitzki 28 Zähler.
Ein kleiner Zusammenschnitt von Tim Duncans Auftritt gegen die Mavs:
“Houston, wir haben ein Problem!”, so heißt es im TV-Drama “Apollo 13″. “Houston, wir sind geschockt!”, müsste es bei den Rockets heißen. Grund hierfür ist die schwere Verletzung des Star-Centers Yao Ming.
Der 2,29-Meter-Riese zog sich am Dienstag im Training einen Ermüdungsbruch im linken Fuß zu. Damit kann der Chinese in dieser Saison kein Spiel mehr für die Rockets absolvieren. “Als der Coach der Mannschaft sagte, dass ich für die restliche Spielzeit ausfallen werde, herrschte Totenstille”, sagte Ming. “Diese Stille hat mir Angst gemacht. Es fühlte sich an, als ob niemand da wäre und ich fühlte mich einsam.”
Der Chinese hatte mit seiner Leistung großen Anteil am Aufschwung der Houston Rockets. Er erzielte in 55 Spielen der aktuellen Saison durchschnittlich 22 Punkte sowie 10,8 Rebounds. “Wir haben zuletzt außergewöhnlich guten Basketball gespielt und Yao hatte daran großen Anteil”, bedauerte Houstons General Manager Darly Morey den Ausfall des sechsmaligen All Stars.
Damit steht aber auch hinter der Teilnahme Mings an den Olympischen Spielen in Peking ein Fragezeichen. “Wenn ich an der Olympiade im eigenen Land nicht teilnehmen kann, wäre das die größte Enttäuschung meiner bisherigen Karriere”, sagte Ming bestürzt.
Aber auch ohne ihren verletzten Center konnten die Houston Rockets ihre Siegesserie weiter ausbauen. Gegen die Washington Wizards gewann das Team aus Texas in der Nacht zu Mittwoch souverän mit 94:69. Luther Head war beim 13. Sieg in Folge mit 18 Punkten bester Schütze bei den Gastgebern. Damit hat Houston nach schwachem Saisonstart gute Aussichten, die Playoffs zu erreichen. In der Western Conference festigten sie den siebten Platz. Auch Washington liegt als Sechster im Osten auf Play-off-Kurs.
Hier eine Auswahl von Yao Mings Können…
Im American Airlines Center gibt es für die Gegner der Dallas Mavericks derzeit nichts zu holen. Diese Erfahrung mussten auch die Chicago Bulls machen. Die Texaner siegten souverän mit 102:94 und feierten ihren elften Heimsieg in Folge.
Dabei unterstrich Dirk Nowitzki erneut seine gute Form. Mit 29 Punkten und zehn Rebounds war der Deutsche bester Akteur auf dem Parkett. Auch Jason Kidd durfte sich über ein gelungenes Heimdebüt freuen. Am Ende standen für den Point Guard elf Punkte, neun Rebounds und acht Assists zu Buche.
“Ich bin glücklich, zu Hause zu sein. Hier hat alles angefangen”, meinte Kidd, der bereits vor elf Jahren in Dallas gespielt hat. “Es ist immer mit etwas Nervenanspannung verbunden, wenn man zurückkommt. Ich bin so glücklich, diese Chance zu haben, noch mal für dieses Team zu spielen. Ich wollte einfach nur eine gute Vorstellung liefern.” Das ist Kidd ohne Zweifel gelungen.
Aber auch bei Mavericks-Coach Avery Johnson kam nach dem dritten Sieg in Folge Freude auf. “Das Zuschauen hat wirklich Spaß gemacht. Wir waren nie gut im Passspiel, aber wir versuchen jetzt, das zu verbessern. Das gefällt mir.”
Auch die geschlossene Mannschaftsleistung seines Teams, dürfte Johnson gefallen haben. Mit Jerry Stackhouse (23 Punkte), Josh Howard (16) und Jason Terry trafen drei weitere Mavericks-Spieler zweistellig. Dallas bleibt mit einer Bilanz von 38:19 in der Western Conference an Spitzenreiter Los Angeles Lakers (39:17) dran und hat nur einen Sieg weniger auf dem Konto als die Kalifornier.
Sieg Nummer 39 soll in der Nacht zum Freitag folgen. Dann müssen die Mavericks zum Dauerrivalen San Antonio Spurs reisen.
Hier das Spiel der Mavericks gegen die Bulls in der Zusammenfassung:
Jason Kidd scheint bei den Dallas Mavericks angekommen zu sein. Beim 99:83-Erfolg der Texaner bei den Minnesota Timberwolves glänzte der Point Guard mit 17 Assists.
Auch Dirk Nowitzki bot eine souveräne Vorstellung und war mit 29 Punkten Topscorer auf dem Parkett.
“Manchmal glaubst du, Jasons Pässe können niemals ankommen, so abenteuerlich sind sie”, staunte Nowitzki nach dem Pflichtsieg gegen das schlechteste Team in der Western Conference.
Dabei konnten die Timberwolves das Spiel lange offen gestalten. Zu Beginn des letzten Drittels stand es noch 71:71, bevor die Mavs einen Gang höher schalteten und den letzten Spielabschnitt mit 28:12 für sich entscheiden konnten.
Bei Dallas, die nun eine Bilanz von 37:19 vorweisen, erzielte Jason Terry 20 Punkte, Josh Howard kam auf 14 Zähler.Für Minnesota geht es dagegen weiter bergab. Das Team von Coach Randy Wittman kassierte die siebte Pleite in den vergangenen acht Partien. Beste Akteure waren Al Jefferson (22 Punkte) und Rashad McCants (17 Punkte).
“In der Verteidigung waren wir lange sehr solide, aber nach dem wir leichte Körbe nicht verwandelt haben, waren wir konsterniert”, erklärte Coach Wittman die Gründe für die Niederlage.
Nach drei Auswärtsspielen freut sich Kidd derweil auf sein erstes Spiel vor heimischer Kulisse. Gegner in der Nacht zu Dienstag werden dann die Chicago Bulls sein.
Hier noch eine kleine Zusammenfassung vom Auftritt der Mavericks in Minnesota…
Die Dallas Mavericks sind in Deutschland dank des populären Power Forward Dirk Nowitzki auch dem NBA- Laien ein Begriff: Jetzt haben sie einen Deal abgeschlossen, der für einiges Aufsehen sorgte.
Point Guard Jason Kidd wechselte zusammen mit Malik Allen und Antoine Wright zum Team aus Dallas. Trenton Hassell,, DeSagana Diop, Maurice Ager, Keith Van Horn, Devin Harris und drei Millionen Dollar verließen dafür die Mavericks in Richtung New Jersey Nets.
Der Deal drohte zwischenzeitlich zu platzen, als der eigentlich für den Wechsel vorgesehene Devean George eine Klausel in seinem Vertrag ausnutzte, um gegen den Trade sein Veto einzulegen. Die Verantwortlichen bei Dallas fanden dennoch einen Weg, das Ganze über die Bühne zu bringen. Dieses Mal ohne Beteiligung von George, der sich mit seiner Aktion ziemlich unbeliebt gemacht hat.
Kidd also jetzt bei den Dallas Mavericks, wie vertragen sich Team und Spieler bisher?
Das erste Spiel verheißt nichts Gutes: 93:104 für die New Orleans Hornets. Kidds Pässe sehen schick aus, aber kommen nicht an. Nach diesem Ergebnis dürfte einigen Entscheidungsträgern mulmig geworden sein. Schließlich hat man die halbe Mannschaft für den immerhin schon 35jährigen Point Guard ausgewechselt, wenn diesem jetzt eine längere Formschwäche bevorsteht, könnte sich der Trade im Nachhinein als schwarzer Tag in der Geschichte des Teams erweisen.
Kidd selbst sprach von einer Einfühlungsphase, er müsse erst “das richtige Gefühl bekommen”. Allzuviel Zeit sollte er dieser Phase nicht widmen, auch wenn sein Platz im Team fürs erste gesichert sein dürfte.
Hier sind noch ein Pass und ein Mix von Kidd, wenn er zu der Form zurückfindet, braucht man sich sicher keine Sorgen zu machen…
Natürlich ist das All-Star Game zwischen den Teams aus der Eastern und der Western Conference der absolute Höhepunkt des Wochenendes, aber beim Slam Dunk Contest wird erst richtig deutlich, warum der Basketball in der NBA zu faszinierend und spektakulär ist.
Den Contest in diesem Jahr gewann Dwight Howard von den Orlando Magic und dies zu Recht (siehe Video). Angetreten waren unter anderem Jamario Moon von den Toronto Raptors, der am Ende Dritter wurde, Gerald Green von Minnesota Timbawolfes (2.) und eben jener Dwight Howard.
Dabei sprühten insbesondere Howard und Titelverteidiger Green vor Kreativität. So ließ Green ein kleines Törtchen mit einer Kerze auf dem Ring deponieren und blies diese vor dem Dunking noch gekonnt aus. Der absolute Höhepunkt war jedoch Howards Auftritt als Superman, wo er sich von einem Mitspieler hinter dem Brett den Ball zuspielen ließ und diesen dann quasi im Fliegen im Korb versenkte – das Publikum kreischte vor Begeisterung. Da wollte Green nicht nachstehen und stopfte einen Ball nach einem Zuspiel spektakulär in Korb, allein der Showeffekt war bei Howard höher und das ist es, was zählt. Und das Howard über gute Koordinationsfähigkeiten verfügte, zeigte beim anschließenden Versuch. Mit der rechten Hand warf er Richtung des Korbes, tippte ihn mit der linken Hand noch einmal gegen das Brett, um ihn schließlich mit Rechts zu versenken.
Das brachte ihn schließlich den Sieg im Slam Dunk Contest! Unglaublich!
Angeführt von einem überragenden LeBron James besiegte der Osten das Team aus dem Westen um den Deutschen Dirk Nowitzki mit 134:128. Noch im Vorjahr musste die als schwächer eingestufter Eastern Conference eine bittere 132:153-Schlappe einstecken.
Angespornt von diesem Debakel gaben sich die Spieler aus dem Osten schon vor dem Sportereignis des Jahres in NBA kämpferisch. „Sie haben uns im Vorjahr ganz schön vermöbelt, das wollten wir ihnen diesmal nicht gestatten. „ so James nach dem Match, bei dem er nach 2006 bereits zum zweiten Mal zum MVP gekürt wurde. Insgesamt erzielte der Superstar der Cleveland Cavaliers 27 Punkte, neun Assists und acht Rebounds und verpasste damit knapp einen Triple-Double. Punktemäßig übertroffen wurde erlediglich von Ray Allen von den Boston Celtics, der auf insgesamt 28 Punkte kam.
Aber Dirk Nowitzki konnte mit neuen persönlichen Rekorden aufwarten, so erzielte der Maverick 13 Punkte und stand immerhin 26 Minuten auf dem Parkett. So lange hatte der „Reservist“ der Western Conference noch nie bei einem Alltar-Game auf dem Feld gestanden. Im Westen machte sich vor allem das Fehlen von Kobe Bryant bemerkbar, der aufgrund einer Handverletzung lediglich zwei Minuten mitwirkte.
Natürlich gaben sich auch zahlreiche Stars wieder einmal die Ehre. Prominester Vertreter beim Allstar-Game in New Orleans war der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger.
Es scheint wohl die Saison der Jahrzehnte Trades zu werden. Am vergangenen Donnerstag liessen die Phoenix Suns auf einer offiziellen Pressekonferenz in Secaucus (New Jersey) die Bombe platzen. Der mittlerweile 35-jährige Center und viermalige NBA Champion Shaquille O’Neal von den Miami Heat geht im Gegenzug für Shawn Marion und Marcus Banks zum Titelanwärter Phoenix Suns.
Das Shaq immer wieder für eine Überraschung gut ist, weiß mittlerweile jeder NBA Fan. War er doch jahrelang der dominanteste (und furchteinflößendste) Centerspieler, den je ein NBA-Zuschauer gesehen hat. Sei es zu seiner Orlando-Zeit beim Dunking, welcher mal einfach die gesamte Korbanlage zum Zerbersten brach oder im All-Star-Game, wo man ihn des öfteren bei einem Dreierversuch oder Breakdancen erwischt hat. Sein Beruf sieht er weniger als Sportler, mehr als Entertainer und genau dafür liebten und lieben ihn die Fans, wo immer er auch spielte. Orlando, Los Angeles, Miami und nun in Phoenix…”Shaq, you’ve done it again!” (nba.com).
So sehr sich die Fans in Phoenix auch über ihren Neuankömmling freuen, desto geschockter ist die gesamte Sportpresse. Viele Insider glaubten das nach Ende der Saison ebenso das Ende für die Karriere des bald 36-jährigen “Big Aristotle” gekommen sei. Zugegeben, als mich die Nachricht ereicht hatte war ich ebenfalls verblüfft, aber geschockt wohl eher nicht. Insgeheim war es doch nur eine Frage der Zeit bis sich was in Miami bewegen wuerde, besser gesagt bis sich Shaq bewegen würde, denn dies kann er gut. Nach seinem fulminanten Einstieg in die NBA bei den Orlando Magic im zarten Alter von 20 Jahren verpflichteten ihn die Lakers. Die Fans empfangen ihn mit offenen Armen, aber skeptisch war man trotzdem, wusste man noch nicht so recht um das Zussamnespiel zwischen Shaq und den damals 18-jährigen Kobe Bryant. Nach zwei erfolglosen Saisons sollten die Fans Zeugen eines der besten NBA Duos aller Zeiten werden. Zusammen holten die beiden 3 NBA-Titel nach Los Angeles. Doch der Medien polarisierende Spaßvogel und der Einzelgänger Kobe Bryant kamen auf dem Feld nicht immer gut aus, außerdem wollten beide gleichermaßen im Spotlight stehen. Die typische “Du ärgerst mich, ich ärgere dich!”-story, bei der Mami früher immer versucht dazwischen zu gehen…Schließlich kam es zu Beleidigungen im Fernsehen und hatte zur Folge das einer der beiden gehen musste. Shaq fiel die Entscheidung damals relativ leicht L.A. zu verlassen, war er doch der erfahrenere, der Große, der Liebling der Medien, der “Diesel” und der Diesel weiß, dass er überall Erfolg haben kann.
Phoenix kann sich freuen, wenn Shaq wieder seinen Dieselmotor auf Fahrt bringt, kann er Spiele allein entscheiden.
Hier mal ein kleines Video über die hoffentlich bald wiederkehrende Dieselpower
In Miami war er ebenso Showact wie in L.A. und die Fans wollten ihn. Auf den damaligen MTV Video Music Awards war er das Highlight, nicht weil er ein Award bekam, sondern weil er Laudator war. Angekündigt wurde er jedoch als hätte er alle Awards im Alleingang abgeräumt, aber so ist er halt, der Diesel – Camera, Lights , Action (Der 20 Juli 2004 wurde sogar zum “Shaq Day” erkoren…?!). In Miami hatte er ebenso wie in L.A. die Chance mit einem der talentiertesten Newcomer der Liga zu spielen, diesmal mit Dwyane Wade. Ob dies denn auch gut ausgehen würde, löste viele Bedenken bei den Kritikern aus, doch wurden sie schnell eines Besseren belehrt. Die beiden harmonierten perfekt und holten schließlich den Titel nach Miami. Wieder einmal bewies Shaq, dass er immer noch die Bretter dominieren kann. Nach dem Miami-Hoch kam diese Saison aber auch das absolute Miami-Tief. Miami Heat schlechtestes Team der Liga? Aber sicher, alles ist möglich im Land der unbgerenzten (sportlichen) Möglichkeiten. Wade hatte im Sommer mit einer Operation zu kämpfen und Shaq avancierte vom Bulldozer zum Bankschieber, meist aufgrund von Verletzungsproblemen. Verletzungsprobleme? Shaq? der Mann der mal, erinnern wir uns, folgendes von sich gab: “I’m dominant every night. I come in every night and get beat up. I never make a face when they try to flagrant or hack-a-Shaq me, because I’m not from this planet. Earthlings don’t faze me…”
Dass eine Lösung für das Problem der Heat schnellst möglich gefunden werden musste war allen beteiligten klar. Ein derart mit guten Spielern besetztes Team hat am Ende der Liga überhaupt nichts zu suchen und das war auch klar für den Diesel. Also hiess es mal wieder sich zu bewegen und zwar nach Phoenix. Der Aufschrei bei den Fans und in der Presse war zunaechst relativ gross, stellte man sich doch die Frage wieso ausgerechnet Phoenix, zurueck in den Westen? Die Antwort is jedoch einfach: Zum einen sind die Suns seit Jahren Titelkandidat, spielen den mit Ausnahmen besten Offensivbasketball der Liga, haben es jedoch in den letzten Jahren nie bis in die Finals geschafft -klarer Fall fuer Shaq-Attack! Zum anderen waren schon seit laengerer Zeit Geruechte in den amerikanischen Sportmedien im Umlauf, dass es im Umkleideraum der Suns wohl doch nicht so harmonisch zugeht, wie es auf dem Spielfeld immer aussieht. Shawn Marion soll bekannt sein als Meckerknabe und wohl schon laenger den Wunsch gehabt haben das Team zu verlassen. Ausserdem sind er und Marcus Banks ein perfekter Tausch fuer ein alternden O’Neal.
Was bringen die Veraenderungen fuer das Spiel mit sich? Die Suns sind, wenn Shaq bis zu den Playoffs gesund ist und sich einspielt, mehr Titelkandidat als je zuvor und werden bestimmt nun mit Shaq mehr Spass in der Umkleide haben. Die Miami Heat hingegen haben mit Shawn Marion und Dwyane Wade die Chance wieder ein Offensivduo aufzustellen, um erst einmal aus dem Keller der Tabelle rauszukommen und in den naechsten Jahren wieder Angriff auf die Trophäe zu nehmen.